Eine außergewöhnliche Reise zum Mond mit Louis Vuitton
Werbung ohne Mehrwert funktioniert heute nicht mehr. Schnell wird überblättert, weggezappt oder ausgeblendet. Neue Werbeformen sind gefragt, bei denen sich der Konsument entscheiden kann, ob er sich darauf einlässt oder nicht. Und er lässt sich darauf ein, wenn ihm Außerordentliches geboten wird. „Sponsored Information“ ist eine Variante davon. Genau das bietet der französische Taschen- und Kofferhersteller Louis Vuitton.
Konsequente Markenführung anlässlich des 40. Jahrestages der Mondlandung
Gepäckstücke sind die Klassiker von Louis Vuitton. Das Unternehmen betrachtet die Reise als einen „Prozess der Selbstfindung“, seinen seit über 150 Jahren definierten Wert. Was also liegt näher, als seine Kunden auf eine der aufregendsten Reisen zu schicken, die die Menschheit kennt? Die Reise zum Mond. Markentechnisch betrachtet bewegt sich das Label damit ganz nah an seinem Kern. Emotional betrachtet trifft es ein zentrales Thema im Juli 2009. Denn auch nach 40 Jahren hat die Mondlandung nichts von ihrer Faszination eingebüßt.
Grenzerfahrungen im All
Für seine Kampagne konnte Louis Vuitton drei ehemalige Astronauten gewinnen: Buzz Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond, der 1969 hinter Armstrong aus dem Raumschriff stieg, Jim Lovell, Kommandant der Apollo-13-Mission und Sally Ride, die erste Frau im Weltall. In der Printkampagne sitzen die drei auf einem alten Pick-up und schauen in die Weite des Alls. Ihr Gepäck puristisch: Eine Louis Vuitton-Reisetasche, gefüllt mit Feldstecher und ein paar Karten. Fotografiert hat Annie Leibovitz.
Besonders spannend: das Web. Hier verspricht Louis Vuitton seinen anspruchsvollen Kunden eine „außergewöhnliche Erfahrung“ und lädt sie ein: „Gehen Sie auf eine Reise über die Grenzen hinaus.“ Wer sich darauf einlässt, erlebt das Zusammentreffen von Buzz Aldrin, Jim Lovell and Sally Ride. Auf freiem Feld, im Mondlicht sprechen über ihre Reisen durch das All. Sensationell wird das Ganze durch die drei automatischen Kameras, mit denen sie gefilmt werden. Sie vermitteln den Eindruck, sie seien im Weltall aufgehängt. Besucher der Website können die Kameras wechseln und so verschiedene Perspektiven wählen, aus denen heraus sie die Szenen betrachten. Oder sie entscheiden sich für ein Synchronbild mit allen dreien zusammen. Ein interaktives Bewegtbild, das beides bietet: Unterhaltung und Information.
Stringente Markenführung, kluge Markenpflege
Die Marke Louis Vuitton und ihre Produkte treten in den Hintergrund. Die Konzentration liegt ganz auf der Geschichte. Lediglich ein dezenter Schriftzug verrät dauerhaft den Absender. Das zeugt von großer Souveränität. Auf Hintergrundinformationen kann über ein einblendbares Menü zugegriffen werden. Verbunden ist die Kampagne außerdem mit dem langfristigen Engagement des Unternehmens für den Klimaschutz: ein Teil der Gagen für das Fotoshooting und Einnahmen aus der Taschenkollektion fließen Al Gores Climate Project zu. Eine sehr kluge und wirkungsvolle Markeninszenierung, die konsequent ihre eigenen Werte transportiert.
Und hier noch ein Extratipp für alle Fans der Mondlandung:
Diese interaktive Website stellt die erste Reise zum Mond nach und macht jede einzelne Station der Mission erlebbar: http://www.wechoosethemoon.org/
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