Erweiterung des Bewusstseins durch neue Realitäten
24. Juni 2010 | Beitrag erstellt von Christoph Wallrafen
Augmented Reality: Ortungsdienste und Dienste vor Ort.
Viele der heutigen Anwendungen von Augmented Reality geht um sogenannte LBS. Keine Angst, ist nicht das langweilige Bausparen, sondern diese nächste Abkürzung meint Location Based Services, also ortsbezogene Dienste. Klingt irgendwie nicht sexy? Kann man ändern.
Eine kleine Geschichte aus der sehr nahen Zukunft:
Stellen wir uns doch einfach mal den neuen Adultfriendfinder mit Augmented Reality vor: Man geht abends durch eine x-beliebige Großstadt. Richtet die Kamera seines iPhones auf ein Mehrfamilienhaus – stopp – besser auf ein von vielen Menschen bewohntes Haus. Ortungsdienst einschalten. Das Spiel beginnt. Während meine Handykamera also so ganz unschuldig über das Gebäude schweift, bekomme ich bei einigen Fenstern immer mal wieder rote, gelbe und grüne Signale. Wie eine Ampel, das versteht jeder. Zu den grünen Signalen erscheint gleich ein erstes Foto und einige Infos. Oben rechts zum Beispiel, da leuchtet es grün, da wohnt Roberta. Sie ist brünett, gutaussehend, 31 Jahre, alleinstehend und trägt gerne schwarze Wäsche. Roberta kenne ich schon, von letzter Woche. Und unten links wohnt Sabine, da leuchtet es gelb. Sabine ist nämlich in einer Beziehung und er könnte heute zu Hause sein. Bei Lucy in der Mitte, da ist es rot, sie hat heute kein Lust einen Mann zu treffen oder mal wieder Freunde zum Offine-Retro-Abend da: sie spielen wahrscheinlich wieder „Spiel des Lebens“. Da im Dachgeschoss ein grünes Licht und ein neues Gesicht, Sonja ist für 4 Tage in der Stadt und nutzt die Wohnung von Rolf. Schnell über das Handy digital anstubsen, jaaaa ich gefalle ihr, sie macht auf.
Zurück in die Realität:
Alles Quatsch? Glaube ich nicht. Und ihr sicher auch nicht. Die Technologien, die auf dem 9. Zukunftskongress in Braunschweig gezeigt wurden weisen den Weg. Es gibt zum Beispiel die Wohnungssuche mit Wohnmap.de. im LAYAR–Browser für das iPhone und andere Smartphones. Und was noch kommen wird: Völlig neue Selbst-Organisation des Lebens innerhalb unserer Wohnungen, Produktauswahl im Supermarkt und vieles mehr. Und vielleicht auch irgendwann die Partnersuche.
Zu Augmented Reality siehe auch den Blogbeitrag von Heinz Mostert: EINNORDEN OHNE KOMPASS
P.S. Wer einen Erfahrungsbericht zu Adultfriendfinder sucht, NEON Redakteur Thilo Mischke hat das ausprobiert: http://www.neon.de/kat/fuehlen/sex/297544.html.
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Einnorden ohne Kompass
Unterwegs ohne Stadtplan, Reiseführer, Stadtmagazin? Dann pack dein Mobiltelefon aus und Du bekommst (fast) alle Informationen, die Du brauchst. Das ist keine Science Fiction. Das ist Realität - genauer: "augmented real...
1 Kommentare zu diesem Thema
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- Dito
- 22.07.2010 12:36
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Martin
Vielen Dank für die freundliche Unterstützung
Ich freue mich, dass wieder einmal von unserer Wohnungssuche berichtet wird.
Das Thema Adultfriendfinder finde ich gut. Wird nur schwer umzusetzen sein. Über die Gründe muss ich wohl nicht philosophieren.
Dennoch würde ich gerne einen weiteren Aufruf starten. Wir haben inzwischen schon eine ordentliche Zahl von Projekten umgesetzt. Unter dem Namen mCRUMBS - mobile breadCRUMBS bieten wir über Layar eine Supermarktsuche, einen Geldautomatenfinder, einen Staumelder und seit kurzer Zeit auch eine Immobilienpreissuche (auch unter "wohnmap") an. Nächste Woche wird es (hoffentlich) die deutschlandweite Arztsuche geben.
Aber wir suchen eben genau die Projekte, bei denen die soziale Interaktion eine Rolle spielt.
Wer eine gute Idee hat, soll sie uns vorschlagen, wir setzen sie gerne gemeinsam um. Vielleicht gibt es ja einen coolen Netzwerk-Gedanken, der mit Orten zusammenhängt.
Bisher spielte der Ort eine untergeordnete Rolle. Doch das ändert sich gerade.
http://wohnmap.de 24. Juni 2010 | 13:07 | Kommentar erstellt von Martin |Comment this comment